Aktuelles
BLiNK feiert Abschluss des Projekts
Projektkonsortium zieht Resümee und bietet Raum zum Austausch über Mobilitätsthemen.
Wie die neuen Angebote für Betriebliche Mobilität im Gewerbegebiet Hämmer aussehen und wie sie sich in Zukunft entwickeln, konnten die Teilnehmer*innen der Abschlussveranstaltung des Projekts „BLiNK“ am Dienstag, 16. September, erfahren und sogar erleben – zum Beispiel bei einer Rundfahrt mit einem futuristischen e-Shuttle, der das Gewerbegebiet Hämmer mit dem Mendener Stadtteil Lendringsen verbindet. Das Projektkonsortium, das sich aus den Stadtwerken Menden, der MVG Märkische Verkehrsgesellschaft und der TU Dortmund zusammensetzt, hatte zum Abschluss des Projekts auf den Mobilitätshub eingeladen, der im Rahmen des Projekts „Lebenswertes Gewerbegebiet“ entstanden ist.
Matthias Lürbke, Geschäftsführer der Stadtwerke Menden, und Dr. Roland Schröder, Bürgermeister der Stadt Menden, begrüßten die Gäste aus der Region, der Politik, der Mobilitätswelt und der Wissenschaft auf dem Mobilitätshub im Mendener Gewerbegebiet Hämmer. Podiumsdiskussionen mit Projektbeteiligten und Partnern aus der Region sowie ein Impulsvortrag von Dr. Stefan Ewert aus dem Bundesministerium für Verkehr lieferten spannende Einblicke in die Entwicklung Betrieblicher Mobilität in Menden und in ganz Deutschland. Wie weitreichend das Thema Betriebliche Mobilität sein kann, zeigte Alicia Altendeitering vom VfL Bochum, die im Projekt „VfL mobil“ innovative Lösungen für Fan- und Mitarbeitermobilität erarbeitet.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Möglichkeit zur Probefahrt mit einem vollelektrischen Forschungsfahrzeug, das im Rahmen des Projekts BLiNK angeschafft wurde. Wer mit dem Bus im Gewerbegebiet Hämmer ankommt, kann verschiedene Fahrzeuge wie Elektrofahrräder, E-Roller, E-Lastenfahrräder, 45 km/h-Autos oder E-Autos als Anschlussmobilität nutzen. Auch diese Angebote konnten im Rahmen der Abschluss-Veranstaltung des Projekts BLiNK getestet werden.
Futuristisches Forschungsfahrzeug vorgestellt
Besonderer Bus feiert Premiere auf der Gesellschafterversammlung der MVG.
Auf der Gesellschafterversammlung der MVG Märkische Verkehrsgesellschaft hatte ein besonderer Bus Premiere, mit dem der Fahrgastkomfort und das subjektive Sicherheitsgefühl im automatisierten ÖPNV erforscht werden sollen. Das futuristische Fahrzeug fährt vollelektrisch und ist mit zahlreichen Sensoren und Kameras ausgestattet, die z.B. eine Analyse sicherheitskritischer Ereignisse ermöglichen, aber auch die Reaktionen der Fahrgäste im Innenraum erfassen. Zukünftig soll der eShuttle auf der Strecke zum und vom Gewebegebiet Hämmer unterwegs sein.
Automatisiertes Fahren ist nicht nur in Bezug auf den Individualverkehr interessant, sondern auch im ÖPNV. Neben der technischen Umsetzung möchte die Wissenschaft auch mehr über die Interaktion zwischen Menschen und automatisierten Fahrzeugen herausfinden: Sind Fahrgäste beispielsweise nervös, wenn sie in einen Bus ohne Fahrerin oder Fahrer steigen? Fühlen sie sich sicher? Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „BLiNK Betriebliche Mobilität im ländlichen Raum – innovativ, nachhaltig, kundenorientiert“ durch die TU Dortmund ein speziell ausgestatteter Bus angeschafft, der nicht nur optisch, sondern auch technologisch einen Eindruck von der Zukunft des ÖPNV vermittelt. Die MVG setzt den Bus als Shuttle zwischen Lendringsen und dem Gewerbegebiet Hämmer in Menden ein.
Ein integriertes Sensorsystem und mehrere Kameras überwachen den Innenraum fortlaufend. Die erhobenen Daten werden analysiert und anschließend von Wissenschaftler*innen am Lehrstuhl für Regelungssystemtechnik der TU Dortmund genutzt, um zu erforschen, wie automatisierte Angebote im ÖPNV sicherer und komfortabler werden können.
Hämmer Feierabend-Bierchen auf dem Mobilitätshub
Teams von Unternehmen in Hämmer informieren sich über neue Angebote.
Zum Start in den Sommer nutzten zahlreiche Mitarbeiter*innen der Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Hämmer die Möglichkeit, bei kühlen Getränken und Snacks vom Foodtruck „Ey Chef“ den Arbeitstag auf dem neu entstehenden Mobilitätshub ausklingen zu lassen.
Als Gastgeber informierten die Stadtwerke Menden, die MVG Märkische Verkehrsgesellschaft und die TU Dortmund die Besucher*innen über den aktuellen Stand der Mobilitätsprojekte, die im Gewerbegebiet Hämmer laufen. Im Fokus stand die neue Busverbindung der MVG zwischen dem Mendener Stadtteil Lendringsen, dem Bahnhof Menden und dem Gewerbegebiet Hämmer. Bei einer Challenge konnten die Teilnehmer*innen des Feierabend-Bierchens ihr Geschick im Lenken ferngesteuerter Busse beweisen.
Natürlich kam auch das Netzwerken nicht zu kurz. Beim dritten After-Work-Event in Hämmer kannten sich einige Beschäftigte der Unternehmen in Hämmer bereits. Dennoch wurden auch zahlreiche neue Kontakte geknüpft.
Spatenstich für Mobilitäts-Hub in Mendens Gewerbegebiet Hämmer
Mendens Gewerbegebiet auf dem Weg zu zukunftsorientierten Mobilitätslösungen.
Mit dem ersten Spatenstich haben die Bauarbeiten für die Mobilstation im Gewerbegebiet Hämmer in Menden begonnen. Am vergangenen Mittwoch rollte der erste Bagger auf das Gelände „Am Riekenbrauck“ in Bösperde, auf dem in den kommenden Monaten und Jahren ein Verkehrsknotenpunkt zur Bündelung zahlreicher Mobilitäts-Dienste und -Services entstehen wird. Symbolisch eröffneten Mendens Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Lürbke, Südwestfalen Agentur-Geschäftsführer Hubertus Winterberg, WSG-Geschäftsführerin Sara Schmidt und Kämmerer Uwe Siemonsmeier sowie die Projektgruppe Parkraumbewirtschaftung die Baustelle.
Die Stadtwerke Menden sind Bauherr und zukünftiger Betreiber der Mobilstation. Herzstück dieser Station wird zunächst ein zentraler Parkplatz mit E-Lade-Säulen, Bus-Anbindung und Sharing-Angeboten sein. Bereits ab April wird das Gewerbegebiet zudem erstmalig von Bussen der MVG Märkische Verkehrsgesellschaft GmbH angesteuert. Ein ÖPNV-Shuttle wird viermal täglich aus Lendringsen durch die Mendener Innenstadt mit nur wenigen Stopps direkt nach Hämmer bzw. wieder zurück fahren. Durch das Angebot zahlreicher E-Scooter, E-Bikes, eines Lastenrades, zweier 45-km/h-Autos und weiterer Car-Sharing-Fahrzeuge wird auch die Anschlussmobilität von dort aus in das rund 60 Hektar große Gewerbegebiet durch die Stadtwerke Menden gewährleistet sein. „Wir bauen nicht nur einen Parkplatz, sondern gestalten die Infrastruktur für ein zukunftsweisendes Gewerbegebiet“, erklärt Matthias Lürbke, Geschäftsführer der Stadtwerke Menden.
Die Bedeutung dieses Engagements für den Wirtschaftsstandort Menden unterstreichen auch Mendens Kämmerer Uwe Siemonsmeier und WSG-Geschäftsführerin Sara Schmidt. „Der Gewerbepark Hämmer profitiert von solchen zukunftsorientierten Mobilitätslösungen. Denn so wird ein Unternehmensstandort für Arbeitgebende und Arbeitnehmende gleichermaßen noch attraktiver“, erläutert Kämmerer Uwe Siemonsmeier. WSG-Geschäftsführerin Sara Schmidt ergänzt: „Besonders reizvoll für sich neu ansiedelnde Unternehmen: Sie können auf eigene Parkflächen auf ihrem Grundstück verzichten und diese stattdessen per Baulast auf dem Grundstück des Mobilitäts-Hubs nachweisen. So verringern wir rein für Parkflächen versiegelte Flächen und erhöhen den Nutzungsgrad der Grundstücke für die Unternehmen.“
Die Mobilstation wird im Rahmen eines durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts entstehen. In einem weiteren, ebenfalls vom Landesministerium geförderten, Projekt arbeiten die Stadtwerke Menden derzeit gemeinsam mit Partnern an einer digitalen Plattform, auf der die Mobilitätsdienste und -services für und in Menden gefunden, gebucht und bezahlt werden können. Die Angebote zur Mikro- und Anschlussmobilität sowie der ÖPNV-Anschluss des Gewerbegebiets sind zudem Teil eines weiteren Projekts, das durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert wird. Südwestfalen Agentur-Geschäftsführer Hubertus Winterberg lobt beim Spatenstich die herausragende Umsetzung der Mobilitätsprojekte in Menden: „Hier sehen wir, was in einer Stadt möglich ist, wenn mit Fokus und Engagement Mobilitätslösungen verfolgt werden. Wir freuen uns sehr, dass diese Projekte im Rahmen der Regionale 2025 erfolgreich eingereicht und eindrucksvoll durch Land und Bund mitfinanziert werden.“
Durch die projektübergreifende Arbeit der Stadtwerke Menden werde ein nahtloses Ineinandergreifen physischer und digitaler Angebote möglich. Umweltfreundliche, geteilte und zukunftsweisende Mobilitätsangebote sollen so in und für Menden geschaffen werden.